Maische - Ein Aromaberg

Wer die Weinwelt für sich zu entdecken versucht trifft schnell auf eine Vielzahl an Fachbegriffen. Ein geflügeltes Wort, das nicht nur im Weinbau, sondern auch in der Spirituosen- oder Biererzeugung fällt, ist die Maische. 

Die Maische, wie das Wort schon phonetisch verrät, ist ein Gemisch. Im Weinbau ist es das Gemisch, das entsteht, wenn nach dem Lesen der Trauben alle Beeren auf einen Haufen geworfen werden. Teil des Gemisches sind dann die Beeren mit ihren Schalen und ihrem Fruchtfleisch und ihren Kernen und manchmal auch mit den Stielen der Traube. 

Für manche Weine lässt man die Trauben länger auf der Maische liegen. Bei Rotweinen ist das ganz normal, denn so kann der Saft, der ja auch bei Rotweinen weiß ist, erst die rote Farbe annehmen. Die Farb- und Gerbstoffe stecken nämlich in den Schalen der Beeren. Daher werden auch Rotweine mit der Maische vergoren, also in Alkohol umgewandelt. Bei Weißweinen ist das eher selten, aber doch manchmal der Fall. Lässt man Weißweine auf der Maische liegen, dann nehmen auch sie etwa Farbe an und auch Textur an. Das spiegelt sich im Geschmack und in der meiste dunkelgelben Farbe des Weines wieder. 

Die Dauer jedenfalls, die ein Wein auf der Maische liegt, wird als Maischestandzeit bezeichnet. Wird das ganze Gemisch, also die ganze Maische, im Stahltank oder im Holzfass vergoren, dann wird das als Maischvergärung beschrieben: 

Hier kannst du einige dieser maischvergorenen Weine entdecken. 

Thomas Lehner hat uns erklärt, warum er die Trauben auch mit den Stielen in der Maische vermengt. „Es muss ein Sinn haben, warum die Natur es so eingerichtet hat, dass die Trauben, wenn sie reifen, nicht vom Stiel fallen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Stiele, wenn sie mitvergoren werden, die Aromatik des Weines bereichern.“