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Weingut Kohl

Der Großvater hat vor zwei Generationen aus der puren Lust – weil er, wie Katharina Kohl erzählt, lieber Wein als Bier getrunken hat – mit einem halben Hektar Weinbau begonnen. Hauptsächlich und für die damalige Zeit sehr üblich wurde ein gemischter Betrieb mit Tieren, Obst- und Ackerbau geführt, den erst der Vater auf Wein und Obst reduzierte. Jedoch zwangen massive Preisstürze in der Obstwirtschaft den Landwirten schließlich alles zu verkaufen, zu verpachten und voll auf den Weinbau zu setzen.

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Als der Vater 2011 verstirbt, kommt Katharina Kohl, die selbst auf der Universität für Bodenkultur Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft studiert und in Wien viele Jahre in der Gastronomie tätig war, an den heimatlichen Hof zurück. Gemeinsam mit Mutter Brigitta, Großmutter Gertrude, ihrer Schwester Elisabeth, die selbst Ausbildungen im Weinbau und Weinmanagement absolviert hat, und Haus- und Hoftechniker Jürgen führt sie seither den Betrieb, der mittlerweile auf 12 Hektar angewachsen ist.

Im Unterschied zu den vorangegangenen Generationen sieht Katharina Kohl sich für einen nachhaltigen Umgang schon im Weingarten verantwortlich. „Leidenschaft ist der Antrieb für alles. Es geht darum, einen sensibleren nicht nur technischen Zugang zu finden und auch auf sein Bauchgefühl zu vertrauen.“, sagt Katharina Kohl, die es als Verpflichtung sieht mit den Ressourcen der Natur sorgsam umzugehen.

Wirklich überrascht war Katharina Kohl von dem stereotypen Bild der Winzerin. „Ich war ehrlich gesagt schockiert, dass bei dem Thema so ein Nachholbedarf ist. Da haben wir schon öfters unser blaues Wunder erlebt, egal ob’s ums Geschäftliche ging oder Menschliche. Einige Männer glauben noch immer, mit Frauen kann man nicht auf Augenhöhe arbeiten. Ich freue mich über jede weitere Winzerin die ich kennenlerne, doch eigentlich sollte es nicht Marketinginstrument sein, ob eine Frau oder ein Mann ein Weingut führt.“

Eine Besonderheit am Hof ist die Beschallung des Weinkellers. Nach der Lese werden die Fässer und Tanks von Klarinetten- und Trompetenklängen in Schwingung versetzt. Katharina Kohl ist überzeugt, dass die Musik die Harmonie im Wein fördert. Durch die Vibrationen werden die Hefen und Bakterien in Schwebe gehalten, wodurch der Reifeprozess ausgewogener verläuft.

„Wein ist für mich Genuss, Liebe, Familie und Heimat. Mich faszinieren die Aromen, die jedes Jahr völlig anders sein können. Wenn du schmeckst, ob ein Jahr kalt oder heiß war. Wein ist für mich Hobby und Berufung. Als Genussmensch gehört Essen und Wein immer zusammen und jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich es liebe, gut zu kochen, zu essen und es mit einem Glas Wein zu genießen.“

Wenn es möglich wäre, dann würde Katharina Kohl gerne noch einmal mit ihrem verstorbenen Vater und Großvater zusammentreffen bei einem Gläschen Wein über drei Generationen Weinbau philosophieren. Aber bei einem würde es wohl nicht bleiben. Wenn man Katharina Kohl so zuhört, steigt einem immer wieder die Gänsehaut auf. Wir sind sehr beeindruckt von ihrer Leidenschaft, ihrem Respekt und ihrer Weitsicht und freuen uns besonders, sie und ihr Weingut in die G’schickter Wein Familie aufzunehmen.

Hier findet ihr die Kohls:

Neben der Weststeiermark, die auf Grund ihres bekannten Sortenvertreters 2017 zur DAC Region Schilcherland benannt wurde und der Südsteiermark ist das "Vulkanland Steiermark" - südöstlich gelegen - der dritte Landstrich der Steiermark, der als Weinregion bekannt ist. Das Vulkanland Steiermark ist besonders auf Grund der Burgunder in Straden und dem Traminer in Klöch bekannt, die etwas nördlicher gelegenen Gemeinden zeichnen sich, wie Katharina Kohl meint als "Rotweininsel im steirischen Weißweinmeer" aus. Um der Vielseitigkeit des Vulkanland Steiermark Tribut zu zollen, haben wir Weingüter aus allen Gemeinden besucht und das Weingut Kohl in die G'schickter Wein Familie aufgenommen.

Der Kohlsche Weinhof bettet sich mitten in die hügelige Landschaft der Thermenregion, genauer gesagt in deren größte Weinbaugemeinde, dem von der STS vielbesungenen Bezirk Fürstenfeld. Im Umkreis von 20 Kilometern findet man hier mit Bad Loipersdorf, Bad Waltersdorf und Bad Blumau das "Who is Who" der Thermenresorts, die Tourismus aus aller Herren Länder anziehen. Der Großteil der Weingärten von Katharina Kohl wachsen an einem 50 Grad Gefälle, deren Untergrund sich aus einem idealen Wechsel aus schottrigen und tiefgründigen Lehmböden zusammensetzt.

www.kohl-weine.at

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