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Krenn 49

In den 1960er war dort, wo jetzt rund vier Hektar Weinrieden eine Buschenschank umschließen, ein kleiner Weingarten. Dort – an der Hoedlleitn – hat der Großvater von Josef Krenn seinen Hausweingarten als Hobby bearbeitet. Weil eigentlich war der erste Josef – also der Großvater vom heutigen – ein „Hörndlbauer“, wie man in der Steiermark sagt. Aber die Leidenschaft für den Wein hat er den nachfolgenden Generationen in die Wiege und so den Grundstein für das heutige Weingut KRENN.49 gelegt.

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1973 wurde am Hof Edelsbach 49 ein Buschenschank aufgemacht und zum Geheimtipp in der Region etabliert. Mit der Zeit übergab der Großvater an den zweiten Josef - der Sohn vom alten und der Vater vom jungen – der als ebenso genialer Weinbaumeister wie Fleischproduzent „das beste G’söchte weit und breit“ auf den Tisch brachte, den Betrieb nachhaltige weiterentwickelte und – wenig verwunderlich – an den dritten Josef übergab.  

2017 hat Josef gemeinsam mit Barbara genau 49 Jahre nach der Gründung den Betrieb übernommen und ihm eine Neuinterpretation verpasst: KRENN.49. Rund um die Buschenschank werden nun an drei Rieden Weine angebaut – je nach günstigem Untergrund und klimatischen Unterschieden (Sonneneinfall, Wind). Direkt hinter dem Stammhaus befindet sich auf 429m Seehöhe die schon erwähnte Hoedlleitn. Das Winzerpaar nennt die Weine, die auf diesem kargen und sandigen Boden wachsen „Vom Sand“. Im Ried Buchgraben hilft die Morgensonne und die südöstliche Kessellage dabei, dem verdichteten Lehmuntergrund die besten Trauben für die Klassik-Weine abzuringen. Die besonders reifen Trauben der „Alten Reben“ stammen aus der Riede Langedl, auf der schon seit 40 Jahren Burgunderrebstöcke gedeihen. Die Weine aus dieser Lage reifen nach der Ernte 18 Monate im französischen Eichenfass zu richtigen Schwergewichten heran.

Josef ist der Hüter seiner Rebstöcke. Behutsam und mit viel Aufmerksamkeit und gelerntem Handwerk werden die Weine im Weingarten zu einem großen Teil händisch bearbeitet. Reduktion und Selektion führen zu aussagekräftigen Weinen, in die wir uns wahrlich verliebt haben. Barbara hat sich in den Winzer verliebt und in den Wein. Die Quereinsteigerin ist Innovationsmotor und kümmert sich als Chefin der Buschenschank um Gäste und als helfende Hand auch um die Weingärten. Dort hat sie auch für Neuzugänge gesorgt: Schafe sind es, die in den Weingärten den zu üppig wuchernden Bewuchs verspeisen und so auf natürlichem Wege für Dünger und Bodenbelüftung sorgen. Schon heute wird bei KRENN.49 nur noch mit biologischem Pflanzenschutz und unter möglichst wenig Zuhilfenahme von Maschinen gearbeitet. Die Umstellung zum zertifiziert biologischen Weingut ist also geebnet.

Die Region

Die Menschen in der Steiermark befassen sich ja schon lange mit der Bereitung vergorener Trauben. Bereits rund 2500 Jahre lang wird die durch die Kelten begonnene und die Römer verfeinerte Tradition des Weinanbaus gepflegt. Das Vulkanland – benannt nach seinem in vielen Böden vorhandenem Urgestein – ist heute auch der offizielle Namensgeber für die Weine, die in der östlichen Steiermark gedeihen. Klimatisch liegt hier der Übergang zwischen dem heißen, trockenen pannonischen und dem feuchtwarmen, illyrischen Mittelmeerklima. Die Region bietet WeinliebhaberInnen und Entdeckerfreudigen Zugang zu Weinen mit der besonderen steirischen Frische, die man auch beim Genuss reiferer Tropfen noch erkennen kann. 

http://www.krenn49.at

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